BTS in München – So war der zweite Abend in der Allianz Arena

Bereits am Vorabend war die Allianz Arena in München ausverkauft.

Schon auf dem Weg zur Allianz Arena war klar, dass dieser Sonntag für viele kein normaler Konzerttag war. Überall waren ARMYs unterwegs, viele mit Lightsticks, Merch und BTS-Outfits. Vor dem Stadion ging es dann direkt weiter. Auf der Esplanade gab es Essensstände, Getränke und Merch, sodass sich der Bereich vor der Arena fast wie ein kleines Festival angefühlt hat.

Am 12. Juli standen BTS für ihr zweites Konzert in München auf der Bühne. RM, Jin, SUGA, j-hope, Jimin, V und Jungkook machten mit ihrer „ARIRANG“-World-Tour für zwei Abende in der Allianz Arena Halt. Für viele Fans dürfte damit ein ziemlich großer Wunsch in Erfüllung gegangen sein. BTS einmal als komplette Gruppe live zu sehen, ist schließlich etwas, worauf viele ARMYs lange gewartet haben.

Vor der Allianz Arena beginnt der Konzerttag schon Stunden vorher

Wer früh zur Allianz Arena kam, musste nicht einfach nur vor dem Stadion warten. Rund um die Esplanade gab es einiges zu entdecken. Neben verschiedenen Essens- und Getränkeständen waren auch Merchandise-Stände aufgebaut. Offiziell angekündigt waren unter anderem BBQ, Cocktails und Eis sowie mehrere Merch-Verkaufsstellen auf der Esplanade und später innerhalb der Arena.

Dadurch konnte man problemlos einige Stunden vor Ort verbringen. Genau das hat mir gefallen. Man hatte nicht das Gefühl, möglichst spät kommen zu müssen, um die Wartezeit vor dem Konzert kurz zu halten. Stattdessen gehörte die Zeit vor der Arena schon zum Konzerttag dazu.

Bei einer Gruppe wie BTS hätte ich außerdem mit deutlich mehr Chaos gerechnet. Zehntausende Menschen, Merchandise, verschiedene Ticketbereiche und ein Stadion dieser Größe bieten schließlich genug Möglichkeiten dafür. Tatsächlich war die Organisation überraschend gut. Natürlich waren sehr viele Menschen unterwegs, trotzdem wirkte der Ablauf auf mich insgesamt strukturiert.

Der offizielle Einlass begann um 17 Uhr über den Haupteingang Süd. Konzertbeginn war für 20 Uhr angesetzt. Zusätzlich gab es bereits zwischen 10 und 15 Uhr das Check-in für das Random Numbering. Für den Merch hatte HYBE ebenfalls mehrere Möglichkeiten eingerichtet. Artikel konnten beispielsweise vorher über Weverse gekauft und anschließend in München abgeholt werden.

BTS sind wieder zu siebt auf Tour

Dass die beiden München-Konzerte so viel Aufmerksamkeit bekommen haben, liegt nicht nur an der Größe von BTS. Die „ARIRANG“-Tour ist die erste große gemeinsame Welttournee der Gruppe nach ihrer längeren Pause und führt RM, Jin, SUGA, j-hope, Jimin, V und Jungkook wieder gemeinsam auf internationale Bühnen.

München war dabei einer von mehreren europäischen Stopps. Vor Deutschland spielte die Gruppe unter anderem in Madrid, Brüssel und London. Nach den beiden Shows in der Allianz Arena ging es für BTS weiter nach Frankreich.

Für Fans in Deutschland waren die beiden Termine am 11. und 12. Juli deshalb eine der wenigen Möglichkeiten, BTS auf dieser Tour ohne eine noch weitere Reise zu sehen. Und selbst wenn man BTS schon seit Jahren verfolgt, ist ein Stadion voller ARMYs noch einmal etwas anderes als Videos von Konzerten auf dem Handy anzuschauen.

Für viele ist es schlicht ein Traum, BTS einmal live zu erleben. Genau das hat man an diesem Sonntag auch gemerkt.

Mit „Hooligan“ startete das Konzert

Kurz nach 20 Uhr war es dann so weit. BTS starteten mit „Hooligan“ in den Abend. Danach folgten „Aliens“ und eine Remix-Version von „Run BTS“.

Gerade „Run BTS“ so früh im Set zu hören, funktionierte für mich richtig gut. Der Song gehört ohnehin zu den Tracks, die live noch einmal anders wirken als über Kopfhörer. Gleichzeitig war spätestens jetzt klar, wie laut eine komplette Allianz Arena voller ARMYs werden kann.

Danach wechselten sich Songs des aktuellen „ARIRANG“-Albums mit älteren BTS-Titeln ab. Auf „they don’t know ‚bout us“ und „Like Animals“ folgte mit „FAKE LOVE“ einer der bekanntesten Songs der Gruppe.

Dass ältere Songs weiterhin einen festen Platz im Konzert bekommen haben, fand ich besonders schön. Nach der langen Zeit, in der BTS nicht gemeinsam auf Tour waren, wollte ich nicht ausschließlich die aktuelle Ära sehen. Ich wollte auch genau die Songs hören, die man teilweise schon seit Jahren mit der Gruppe verbindet.

Mit „SWIM“ und „Merry Go Round“ ging der erste Teil der Show anschließend weiter.

Alte BTS-Songs treffen auf „ARIRANG“

Der zweite Teil begann mit „2.0“ und „NORMAL“, bevor es mit „Not Today“ direkt wieder zurück zu einem älteren BTS-Song ging.

Spätestens bei „MIC Drop“ war im Stadion wieder deutlich zu hören, wie viele Menschen diese Songs seit Jahren kennen. Es wurde viel mitgesungen und die Fanchants waren auch in einem Stadion dieser Größe deutlich zu hören.

Danach standen „FYA“ und „Fire“ auf der Setlist. Besonders bei solchen Songs merkt man, wie groß der Unterschied zwischen einem BTS-Konzert und dem Anschauen einer aufgezeichneten Performance tatsächlich ist. Auf dem Bildschirm kennt man die Choreografien und Songs vielleicht schon auswendig. Vor Ort kommen die Lautstärke des Publikums, die Lightsticks im ganzen Stadion und die Dimension der Bühne dazu.

Mit „Body to Body“ ging es weiter, bevor „IDOL“ den regulären Teil des Konzerts beendete.

Zu diesem Zeitpunkt war allerdings ziemlich klar, dass noch nicht Schluss sein würde.

Beim Encore wartet eine Überraschung

Für die Zugabe kamen BTS zunächst mit „Come Over“ zurück. Danach folgten zwei Songs, die wahrscheinlich selbst Menschen kennen, die mit K-Pop ansonsten wenig anfangen können: „Butter“ und „Dynamite“.

Interessant wurde es danach vor allem für Fans, die die Setlists der Tour verfolgt hatten. BTS spielten an diesem Sonntag „Louder than bombs“. Der Song aus „MAP OF THE SOUL : 7“ wurde damit erstmals live aufgeführt.

Allein deshalb hatte der zweite München-Abend etwas, das die Show vom Samstag unterschied. Am ersten Abend standen an dieser Stelle „Silver Spoon“ und „Pied Piper“ auf der Setlist. Am Sonntag folgte nach „Louder than bombs“ stattdessen „Blood Sweat & Tears“.

Gerade bei einer Tour mit zwei Konzerten direkt hintereinander in derselben Stadt finde ich solche Änderungen schön. Wer beide Shows besucht, bekommt dadurch nicht zweimal exakt dasselbe Konzert.

Mit „Please“ und „Into the Sun“ ging der Abend schließlich zu Ende. Insgesamt standen am Sonntag 23 Songs auf der Setlist.

BTS einmal live zu sehen, ist noch einmal etwas anderes

Natürlich weiß man vorher, dass BTS große Stadien füllen können. Man kennt die Videos von Konzerten, sieht die Lightsticks und hört die Fanchants. Trotzdem ist es etwas anderes, selbst mitten in einer Allianz Arena voller ARMYs zu stehen.

Für mich hat dabei auch das Drumherum viel ausgemacht. Schon Stunden vor dem eigentlichen Konzert war rund um die Arena etwas los. Man konnte essen, etwas trinken, Merch kaufen und einfach Zeit mit anderen Fans verbringen. Gerade bei einem Konzert dieser Größenordnung hätte die Organisation schnell anstrengend werden können. Umso positiver war ich davon überrascht, wie gut der Tag insgesamt funktioniert hat.

Am Ende ist BTS für viele eben nicht einfach irgendeine Gruppe, die man einmal live sehen möchte. Manche Fans begleiten sie seit ihrem Debüt, andere sind erst während der vergangenen Jahre dazugekommen. Nach der langen Pause wieder alle sieben Mitglieder gemeinsam auf einer Bühne zu sehen, hatte deshalb noch einmal eine andere Bedeutung.

Und wenn man jahrelang Songs über Kopfhörer hört, Performances anschaut und Konzerte meistens nur über einen Bildschirm mitbekommt, ist es ziemlich verrückt, irgendwann tatsächlich vor dieser Bühne zu stehen.

Für viele ARMYs ist es ein Traum, BTS wenigstens einmal live zu erleben. Am Sonntag in München konnte ich diesen Punkt ziemlich gut verstehen und nachvollziehen.

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