BIGHIT MUSIC setzt rechtliche Schritte zum Schutz von BTS fort

BIGHIT MUSIC geht weiterhin rechtlich gegen Posts vor, die die Rechte der Mitglieder verletzen. Bild: ee Jeong Woo / Ministry of Culture, Sports and Tourism, Republic of Korea

BIGHIT MUSIC hat über den aktuellen Stand der rechtlichen Schritte gegen Personen informiert, die beleidigende oder rufschädigende Beiträge über BTS verbreiten. In mehreren bereits verfolgten Fällen wurden laut dem Label inzwischen Geldstrafen verhängt. Gleichzeitig äußerte sich BIGHIT MUSIC zu einem Fall von organisiertem Ticket-Scalping, bei dem ein Verdächtiger mehr als zwei Milliarden Won (ca. 1,2 Millionen Euro)verdient haben soll.

Das Update bezieht sich auf die rechtlichen Maßnahmen im dritten Quartal dieses Jahres. BIGHIT MUSIC geht nach eigenen Angaben regelmäßig gegen Inhalte vor, die die Rechte der BTS-Mitglieder verletzen. Dazu zählt das Unternehmen unter anderem Verleumdungen, Beleidigungen, sexuelle Belästigung und gezielte herabwürdigende Äußerungen.

Geldstrafen wegen Posts über BTS

Nach Angaben von BIGHIT MUSIC haben rufschädigende Beiträge über BTS zuletzt auf Threads, X und Instagram sowie in anonymen Online-Communitys außerhalb Südkoreas zugenommen. Das Label erklärte, weiterhin nach den Personen hinter beleidigenden und rufbeschädigenden Posts zu suchen.

Einige der Fälle haben bereits rechtliche Konsequenzen mit sich gebracht. Personen, die entsprechende Beiträge auf Threads, DC Inside und in den Kommentarbereichen von Naver News veröffentlicht hatten, wurden laut BIGHIT MUSIC zu Geldstrafen verurteilt. Die Strafen wurden in einigen Fällen in vereinfachten Verfahren und in anderen nach Gerichtsverfahren verhängt.

BIGHIT MUSIC geht dabei nicht nur gegen direkte Beleidigungen oder rufbeschädigende Aussagen vor. Auch unbegründete Gerüchte über Alben, Auftritte oder andere Inhalte von BTS, erfundene Meldungen und das wiederholte Verbreiten falscher Informationen über mehrere Online-Communitys hinweg werden nach Angaben des Labels verfolgt. Dafür sammelt BIGHIT MUSIC nach eigener Aussage über ein Echtzeit-Monitoring Beweise.

Auch im dritten Quartal wurden neue Strafanzeigen eingereicht. Das Label nennt dabei südkoreanische Online-Communitys wie TheQoo, Instiz, Naver, Daum, Nate, Dmitory, DC Inside, Ilbe und FM Korea. Hinzu kommen die Musikplattformen Melon, Bugs Music und Genie Music sowie Threads, X, Instagram, YouTube und Telegram.

Verdächtiger soll mit Ticket-Scalping Milliarden verdient haben

In derselben Mitteilung ging BIGHIT MUSIC auch auf einen Fall von organisiertem Ticket-Scalping ein. Ein Verdächtiger soll durch den Weiterverkauf von Konzerttickets mehr als zwei Milliarden Won verdient haben. Das entspricht nach der von Soompi veröffentlichten Umrechnung rund 1,47 Millionen US-Dollar.

Der Verdächtige soll illegale automatisierte Programme und die Identitäten anderer Personen genutzt haben, um Konzerttickets zu kaufen. Anschließend seien die Tickets teilweise für ein Vielfaches des ursprünglichen Preises weiterverkauft worden. Die Person wurde laut BIGHIT MUSIC festgenommen und an die Staatsanwaltschaft übergeben. Vorgeworfen werden ihr Geschäftsbehinderung und Verstöße gegen den südkoreanischen Public Performance Act.

BIGHIT MUSIC erklärte, seit Beginn der Ermittlungen an dem Fall beteiligt gewesen zu sein und mit den zuständigen Behörden zusammengearbeitet zu haben. Das Label habe außerdem eine Petition eingereicht, in der eine strenge Bestrafung gefordert werde.

Um welche Konzerte es in diesem Fall geht, nennt BIGHIT MUSIC nicht. Aus der Mitteilung geht damit auch nicht hervor, dass es sich bei den weiterverkauften Tickets um Tickets für BTS-Konzerte handelte.

Hinweise aus der Community fließen in die Ermittlungen ein

Neben dem eigenen Monitoring nutzt BIGHIT MUSIC weiterhin Meldungen aus der Community. Hinweise auf mögliche Rechtsverletzungen können über die von HYBE eingerichtete Plattform zum Schutz der Rechte seiner Künstler eingereicht werden.

Das Label erklärte außerdem, gegenüber Verdächtigen, die nach einer Strafanzeige im Zuge der Ermittlungen identifiziert werden, weiterhin keine Nachsicht gewähren zu wollen.

BIGHIT MUSIC veröffentlicht mehrmals im Jahr Updates zu den rechtlichen Maßnahmen rund um BTS. Bereits im März und Juni dieses Jahres hatte das Label über laufende Verfahren berichtet. Im März teilte das Unternehmen unter anderem mit, dass mehrere Angeklagte wegen Beleidigung und Verleumdung schuldig gesprochen und zu Geldstrafen verurteilt worden seien. Im Juni informierte BIGHIT MUSIC unter anderem über weitere Anzeigen wegen Online-Beiträgen sowie über ein abgeschlossenes Verfahren wegen Stalkings und unerlaubten Betretens der Wohnung eines BTS-Mitglieds.

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