SM stellt Strafanzeige wegen KI-Bildern von YoonA

SM Entertainment geht gegen manipulierte KI-Bilder von YoonA und deren Verbreitung vor. Bild: Spes Sublimitas / Wikimedia Commons

SM Entertainment hat Strafanzeige wegen KI-generierter Bilder von YoonA gestellt, die ohne ihre Zustimmung erstellt und im Internet verbreitet wurden. Die Agentur teilte am 28. September mit, dass sie außerdem gegen falsche Behauptungen vorgeht, die zusammen mit den Bildern verbreitet werden. Eine Einigung oder Nachsicht schloss SM aus.

Die Agentur sammelt nach eigenen Angaben weiterhin Beweise zu entsprechenden Beiträgen. Dafür nutzt sie Hinweise von Fans und eigenes Monitoring. Auf Grundlage des bisher gesammelten Materials sei bereits Strafanzeige gestellt worden.

Manipulierte Bilder von YoonA verbreiten sich online

In sozialen Netzwerken und Online-Communitys wurden Bilder verbreitet, auf denen YoonA mithilfe von KI so dargestellt wird, als wäre sie schwanger. Auf einer der Aufnahmen steht ein Mann neben ihr, der sie umarmt und eine Hand auf ihren Bauch legt. Das Bild zeigt keine reale Situation.

Ähnliche Aufnahmen waren bereits im Juni dieses Jahres Thema in südkoreanischen Medien. Inzwischen hat SM nach eigenen Angaben weitere Fälle festgestellt, bei denen KI-generierte Bilder von YoonA und darauf aufbauende falsche Behauptungen erstellt und verbreitet wurden.

SM bezeichnet die Aufnahmen als ohne Zustimmung erstellte KI-Montagen. Das Unternehmen fordert dazu auf, solche Bilder und nicht bestätigte Behauptungen weder selbst zu erstellen und zu veröffentlichen noch weiterzuverbreiten.

Auch das Weiterverbreiten kann rechtliche Folgen haben

In seiner Stellungnahme weist SM ausdrücklich darauf hin, dass sich das Vorgehen nicht nur gegen die ursprünglichen Ersteller der Bilder richtet. Auch Personen, die entsprechende Bilder oder Beiträge teilen, erneut hochladen oder auf andere Weise verbreiten, können nach Angaben der Agentur gegen geltendes Recht verstoßen.

SM nennt dabei mögliche Verstöße im Zusammenhang mit Verleumdung, dem Recht am eigenen Bild sowie den südkoreanischen Vorschriften gegen die Bearbeitung und Verbreitung manipulierter Bildaufnahmen im Zusammenhang mit Sexualstraftaten. Ob diese Tatbestände im jeweiligen Fall tatsächlich erfüllt sind, ist damit noch nicht festgestellt.

Die Agentur kündigte an, entsprechende Beiträge weiterhin zu beobachten und Beweismaterial zu sammeln. Gegen die bislang ermittelten Fälle seien bereits strafrechtliche Schritte eingeleitet worden.

YoonA gehört seit 2007 zu Girls’ Generation und ist neben ihrer Arbeit als Sängerin seit Jahren als Schauspielerin aktiv. SM erklärte, auch künftig gegen Inhalte vorzugehen, die nach Einschätzung des Unternehmens die Rechte oder den Ruf seiner Künstler verletzen.

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