Der 12. Juni hätte wettertechnisch deutlich schöner sein können. Frankfurt war grau, es regnete und wirklich angenehm war das Warten vor dem ZOOM dadurch nicht. Für mich war das an diesem Tag allerdings ziemlich nebensächlich. Mit WOODZ stand schließlich einer meiner Lieblingskünstler auf der Bühne und entsprechend lange hatte ich mich auf dieses Konzert gefreut.
Frankfurt war Teil der europäischen Termine seiner „2026 WOODZ WORLD TOUR ‘Archive. 1’“ – Tour. Neben Frankfurt spielte WOODZ in Europa auch in Berlin, London und Paris. Das Konzert im ZOOM war ausverkauft.
Beim Einlass wurde es ziemlich voll
Schon vor dem eigentlichen Konzert fiel allerdings ein Punkt negativ auf. Neben den regulären Tickets wurden für Frankfurt auch VIP- sowie Priority beziehungsweise Early-Entry-Tickets angeboten. VIP-Inhaber durften bereits um 16 Uhr in die Venue, Priority und Early Entry folgten laut Veranstalter ab 17 Uhr. Der reguläre Einlass war für 18:30 Uhr vorgesehen.
Auf mich wirkte es, als wären für die Größe der Location zu viele VIP- und Early-Entry-Tickets verkauft worden. Gerade bei Tickets, für die Fans deutlich mehr bezahlen, erwarte ich eigentlich, dass der frühere Einlass auch einen entsprechenden Vorteil bietet. Wenn bereits diese Gruppen sehr groß sind, verliert dieser Vorteil ein Stück weit seinen Sinn.
Offizielle Zahlen dazu, wie viele Tickets in den einzelnen Kategorien verkauft wurden, gibt es nicht. Deshalb bleibt das mein persönlicher Eindruck vor Ort. Gerade weil das ZOOM deutlich kleiner ist als viele Hallen, in denen K-Pop-Konzerte sonst stattfinden, war die Menge an Besuchern mit früherem Einlass aber deutlich zu spüren.
Das VIP-Ticket kostete für Frankfurt 245 Euro zuzüglich Gebühren. Enthalten waren unter anderem ein Meet & Greet mit Gruppenfoto, Soundcheck, Hi-Bye, ein signiertes Poster und der früheste Einlass. Die anderen Ticketkategorien lagen bei 90 beziehungsweise 110 Euro zuzüglich Gebühren.
WOODZ startete mit „Bloodline“
Spätestens als das Konzert losging, war der Ärger über das Wetter und den Einlass bei mir aber erst einmal vergessen. WOODZ eröffnete den Abend mit „Bloodline“. Danach folgten unter anderem „Downtown“, „Dirt on my Leather“, „Dayfly“, „NA NA NA“ und „Love Me Harder“.
Die aktuelle Tour trägt den Namen seines ersten Full Albums „Archive. 1“, entsprechend spielten die neuen Songs eine wichtige Rolle. Gleichzeitig standen aber auch ältere Titel auf der Setlist. Genau das hat für mich sehr gut funktioniert, weil WOODZ inzwischen genug Songs veröffentlicht hat, bei denen ich persönlich gehofft hatte, sie irgendwann einmal live hören zu können.
Dass ich bei diesem Konzert nicht ganz neutral bin, dürfte ohnehin schnell klar sein. WOODZ gehört schon länger zu meinen Lieblingskünstlern und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Gerade bei einem Künstler, dessen Musik man sehr viel hört, kann ein Konzert aber auch schnell zeigen, wie groß der Unterschied zwischen Studioaufnahme und Live-Auftritt tatsächlich ist.
Live klingt WOODZ für mich sogar noch besser
Ich wusste natürlich vorher, dass WOODZ live singen kann. Trotzdem hat mich seine Stimme an diesem Abend noch einmal mehr beeindruckt. Für mich klingt er live tatsächlich noch einmal besser als auf seinen Aufnahmen.
Gerade seine Stimme ist für mich einer der Gründe, warum seine Musik so gut funktioniert. In Frankfurt wurde noch deutlicher, wie viel Kraft sie live hat. Gleichzeitig klangen die Songs nicht einfach wie möglichst genaue Kopien der Studioversionen. Genau deshalb würde ich mir einige davon inzwischen fast lieber als Live-Version anhören.
Bei Songs wie „Drowning“ macht das besonders viel aus. Der Titel gehört ohnehin zu seinen bekanntesten Songs und bekam während seines Militärdienstes noch einmal deutlich mehr Aufmerksamkeit. Das ZOOM nennt den Song ebenfalls als einen der Titel, die WOODZ in den vergangenen Jahren besonders geprägt haben.
Für mich war aber nicht nur „Drowning“ wichtig. Gerade weil ich WOODZ schon länger höre, war es schön, sowohl neue als auch ältere Songs an einem Abend live zu bekommen.
Die Stimmung im ZOOM passte
Auch die Stimmung im Publikum war während des Konzerts sehr gut. Man hat gemerkt, dass viele der Besucher WOODZ und seine Songs sehr gut kennen. Für mich hat dabei auch die Größe des ZOOM eine Rolle gespielt. Die Location war ausverkauft, wodurch es entsprechend voll war, gleichzeitig fühlte sich das Konzert dadurch wesentlich näher an als eine Show in einer großen Arena. Der Ausverkauf ist auch offiziell auf der Seite des ZOOM vermerkt.
Gerade bei WOODZ hat mir diese Größe gut gefallen. Seine Musik braucht für mich keine riesige Produktion, damit sie live funktioniert. Viel wichtiger war an diesem Abend seine Stimme und genau die kam in der vergleichsweise kleinen Halle sehr gut zur Geltung.
Dazu kam ein Publikum, das von Beginn an dabei war. Die gute Stimmung hat sich für mich durch das Konzert gezogen und war einer der Punkte, die mir von Frankfurt besonders positiv im Kopf geblieben sind.
Drei Jahre nach seiner ersten World Tour zurück in Europa
„Archive. 1“ war nicht die erste World Tour von WOODZ. Bereits 2023 war er mit seiner „OO-LI World Tour“ unterwegs. Die aktuelle Tour brachte ihn nach seinem Militärdienst wieder nach Europa. Beim europäischen Abschnitt 2026 standen Berlin, London, Frankfurt und Paris auf dem Tourplan.
Für deutsche Fans war die Auswahl dieses Mal damit sogar größer als bei seiner vorherigen Tour. Frankfurt war nach Berlin der zweite Deutschland-Termin und gleichzeitig der vorletzte Stopp des kurzen europäischen Abschnitts, bevor WOODZ einen Tag später in Paris spielte.
Für mich hat sich die Fahrt nach Frankfurt trotz Regen und meiner Kritik am Einlass definitiv gelohnt. WOODZ gehört zu meinen Lieblingskünstlern und nach diesem Konzert weiß ich auch, dass ich ihn jederzeit wieder live sehen würde.
Vor allem seine Stimme hat meine ohnehin hohen Erwartungen noch übertroffen. Ich hatte damit gerechnet, dass WOODZ live gut klingt. Dass ich am Ende aus dem ZOOM gehe und seine Live-Stimme sogar besser finde als auf seinen Aufnahmen, hatte ich so nicht erwartet.



